Stuhluntersuchungen                                                                  zurück

„Der Tod sitzt im Darm!“ So oder so ähnlich wird Hippokrates vielfach zitiert. Tatsache ist, dass diese harsche Aussage inzwischen von der modernen Medizin Unterstützung erhält: Es zeigt sich immer öfter, dass in einem nicht regulär funktionsfähigen Darm viele Erkrankungen ihren Anfang nehmen können. Bemerkenswert daran ist, dass diese Erkrankungen nicht im Darm lokalisiert sein müssen, sondern an vielen anderen Organen ablaufen können.

Der Darm hat im Körper viele Aufgaben. Dazu gehört natürlich in erster Linie seine kontrollierte und hochselektive Stoffaufnahme, die unter anderem die Nährstoffversorgung des Körpers sicherstellt. Auch eine effektive Infektionsabwehr ist eine sehr wichtige Funktion des Darmes, denn nirgends ist der Kontakt zwischen Körper und Umwelt intensiver als an der Darmschleimhaut (Mucosa). Nicht zuletzt stellt der Darm also einen wesentlichen Teil des Immunsystems dar.

Erkrankungen, die ihren Ursprung im Darm haben können:

akute und chronische Entzündungen des Darmes

  • Verdauungsstörungen
  • Allergien
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Migräne
  • Diabetes Typ 1
  • Multiple Sklerose
  • rheumatoide Arthritis
  • psychische Erkrankungen

Fehlt es an einem oder gar mehreren  Voraussetzungen für einen gesunden Darm, dann beginnen sehr schnell gesundheitliche Probleme.

Es können sich zum Beispiel Pathogene besser ausbreiten und Infektionen hervorrufen.

Die Antigenbelastung für „nachgeschaltete“ Anteile des Immunsystems im Körper erhöht sich. Erkennbar ist dies ebenfalls an einer erhöhten Infektanfälligkeit des Patienten.

Sind die Epithelschichten nicht „dicht“, gelangen darüber oft auch zu hohe Mengen unerwünschter Stoffe in den Körper.

Zuerst können die aus solchen Fehlentwicklungen entstehenden Beschwerden „nur“ im Darm lokalisiert sein, langfristig greifen sie jedoch auf andere Organe über.

Eine gute Aufnahmefähigkeit des Darmes ist für die Versorgung des Körpers essenziell und somit lebensnotwendig. Sie steht jedoch natürlicherweise immer im Gegensatz zum Schutz des Körpers vor pathogenen Bakterien, Schadstoffen usw.

Eine kontrollierte Durchlässigkeit des Darmes hat also enorme Bedeutung für die Gesundheit.

Kommt es zu einer Erhöhung der intestinalen Permeabilität, treten vermehrt Stoffe in den Blutkreislauf, die in diesen Mengen dort nicht vorliegen sollten. Die logische Konsequenz ist eine massive Reaktion des Immunsystems gegen diese Stoffe.

Zunächst entzündet sich die Darmschleimhaut, langfristig führt das zu Schädigungen der intestinalen Mucosa. Die Permeabilität des Darmes wird dadurch weiter erhöht, ein Teufelskreis beginnt.

Hinzu kommen andere immunologische Reaktionen. Bekämpft das Immunsystem zum Beispiel die eigentlich ungefährlichen Nahrungsbestandteile, die durch den „Leaky gut“ vermehrt in das Körperinnere gelangen können, kommt es zur Ausbildung von Lebensmittelallergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Und die Schwierigkeiten entwickeln sich weiter.

Patienten mit einem „Leaky gut“ können langfristig Antikörper bilden, die an körpereigene Organoberflächen passen, so bekämpft der Körper sich plötzlich selbst. Im Klartext heißt das: Aus einem „Leaky gut“ können sich Autoimmunerkrankungen entwickeln.

Insbesondere für:

  • Diabetes Typ 1
  • Multiple Sklerose
  • rheumatoide Polyarthritis

sind konkrete Belege für solche Zusammenhänge im Körper gefunden worden. Doch auch bei vielen anderen Erkrankungen liegt die Vermutung nahe, dass eine unnormal erhöhte Darmpermeabilität eine (Mit-)Ursache sein kann.

Wie kommt es zum so folgenschweren „Leaky gut“?

  • Als erstes sind es natürlich Darmerkrankungen, die auf die Permeabilität des Darms wirken.
  • Bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, die beide mit Entzündungen des Darmes einhergehen, ist eine gesteigerte Durchlässigkeit des Darmes immer Bestandteil der Erkrankung.
  • Das zeigt sich auch daran, dass eine entsprechende Therapie die Symptome der Patienten meist verbessert.
  • Ähnlich verhält es sich bei Unverträglichkeiten aller Art.
  • Zöliakie, Lactose-, Fructose- und andere Intoleranzen verändern langfristig die intestinale Permeabilität.
  • Auch die exokrine Pankreasinsuffizienz (Mangel an Enzymen zum Nahrungsabbau) schädigt die Mucosa des Darmes und setzt seine Permeabilität krankhaft herauf.
  • Infektionen und Fehlbesiedelungen, wie auch Toxin- und Radikalenbelastungen(Schwermetalle, Alkohol, Medikamente, "eigene Gärung" können ebenso den Darm dahingehend verändern.
  • Nicht zuletzt wirkt sich psychischer und physischer Stress auf die intestinale Permeabilität aus. Durch zu viele Stresshormone und Neurotransmitter (CRH und Noradrenalin) „quillt“ die Darmmucosa auf (Ödembildung) und es kommt so zu einer gesteigerten Durchlässigkeit des Darms.

Als diagnostisches Hilfsmittel nutze ich hauptsächlich:

Calprotectin

Dieses calciumbindende Protein ist ein Hinweis auf eine invasive Schleimhautentzündung. Calprotectin ist im Gegensatz zum alpha-1-Antitrypsin weniger sensitiv, zeigt aber auch bei schweren Entzündungen noch einen relativ guten linearen Verlauf, wodurch vor allem der Verlauf schwerer entzündlicher Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa beobachtet werden kann.

Zonulin

Zonulin ist ein Protein, das an der Regulation der Durchlässigkeit der tight-junctions der Epithelschicht des Darmes wesentlich beteiligt ist. Liegt es erhöht vor, kommt es zum „Leaky gut“. Patienten mit aktiver Zöliakie zeigen zum Beispiel erhöhte Werte dieses Proteins. Bei der Entwicklung von Zöliakie, aber auch bei Diabetes Typ 1, Multipler Sklerose und rheumatischer Polyarthritis zeigen erhöhte ZonulinSpiegel die Beteiligung eines durchlässigen Darmes an.

(tight-junctions = bestehen aus einem Netzwerk schmaler Stränge, die von spezialisierten Transmembranproteinen gebildet werden)

Alpha-1-Antitrypsin

Alpha-1-Antitrypsin weist auf eine Entzündung an der Darmschleimhaut hin, es ist aber oft auch ein sicherer Indikator für eine erhöhte Darmpermeabilität.

Sekretorisches IgA

SIgA kann durch einen Immundefekt erniedrigt vorliegen bis fehlen, zeigt aber auch bei Zöliakie-Patienten niedrige Werte. Liegt gesichert kein Immundefekt vor, ist ein geringes sIgA immer ein Zeichen für einen nicht regulär funktionstüchtigen Darm und eine erhöhte Schleimhautpermeabilität.

Empfiehlt sich darum bei Verdacht auf immunologische Insuffizienz der Darmschleimhaut als Ursache pseudoallergischer Prozesse wie Histamin-, Laktose- und Fruktoseintoleranz (niedrige Werte). Erhöhte Alpha-1-Antitrypsin-Werte werden festgestellt u. a. bei Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und Gluten-sensitiver Enteropathie. Erhöhtes Sekretorisches IgA bedeutet Verdacht auf erhöhte Aktivität des Mucosa-Immunsystems durch Entzündung.

Pankreas Elastase

Empfiehlt sich bei Verdacht auf sekretorische Pankreasinsuffizienz. Sie wird parallel zu den Verdauungsenzymen Lipase, Amylase und Trypsin vom Pankreas sezerniert und in den Darm ausgeschüttet. Da die Elastase im Darm nicht gespalten wird, ist sie im Stuhl entsprechend der Sekretion nachweisbar. Erniedrigte Werte bedeuten "Exokrine Pankreasinsuffizienz".


 

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